Vom Word-Dokument zum studymag

Der Master der onlineplus Skripte

  • Um Skripte zu programmieren, muss man kein Nerd sein
  • Beim Videodreh sind auch die Profs mal aufgeregt
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Wer macht eigentlich eure studymags? Rolf Benekamp ist seit zwei Jahren unser Master für die Schnittstellen zwischen den Word-Dokumenten der Autoren und den studymags, die letzten Endes bei euch landen – ob im Print oder als digitale Version. Er optimiert unsere Skripte, damit eure studymags so schnell wie möglich entstehen können.


Herr Benekamp, Sie sind neben der Videoproduktion vor allem der Mann für Skripte. Skripte sind heutzutage kaum mehr wegzudenken aus einem sich wiederholendem Arbeitsablauf. Wie sind Sie zu dem Thema gekommen und was begeistert Sie daran?

Seien wir mal ehrlich, wer wünscht es sich nicht, dass sich gewisse Arbeiten per Knopfdruck erledigen. Wenn man z. B. zum gefühlt tausendsten Mal eine Abbildung auf das richtige Format bringt, stellt sich schnell die Frage, ob das nicht auch automatisch geht. Die Tatsache, dass dies in einem gewissen Rahmen durch Skripte möglich ist, fasziniert mich einfach. Und da ich im Laufe der Zeit eine gewisse Affinität zum Programmieren entwickelt habe, habe ich damit begonnen, wiederkehrende Arbeitsabläufe zu automatisieren und unseren Produktionsprozess somit zu optimieren.

Muss man ein Nerd sein, um Skripte zu schreiben?

Nein, es schadet aber auch nicht.

Spaß beiseite, das Erstellen von Skripten ist kein Hexenwerk. Wenn man sich etwas mit der Materie befasst, erkennt man schnell, dass sich die Grundstrukturen beim Programmieren recht häufig wiederholen. Es gibt unzählige Webseiten, auf denen für fast jedes Problem eine Lösung frei zugänglich ist. Hat man sich einmal die Befehle und Funktionen des zu automatisierten Programms angeeignet, fällt es auch nicht schwer selbst Lösungen zu finden.

Ohne die Skripte wäre die Medienproduktion kaum machbar. Dennoch kann sie immer noch sehr stressig werden. Wie behalten Sie und Ihre Kollegen den Überblick?

Zunächst einmal sollte man sich als Team gut organisieren. Sinnvolle Arbeitsteilung und Parallelisierung von Prozessen beschleunigen die Produktion. Wichtig ist, dass man die Arbeitsschritte transparent managt. Wenn jeder im Team weiß, woran der andere gerade arbeitet, ist es einfacher den Überblick zu behalten, was noch zu tun ist. Tools zum Projektmanagement wie z.B. Podio oder Trello können hierbei sehr hilfreich sein.

Was man aber bei allen Automatismen und Tools nicht vergessen sollte, ist eine gute Kommunikation. Wenn man sich mit seinen Kollegen nicht vernünftig austauscht, geht schnell etwas unter.

 „Als Medienoperator bin ich in erste Linie für alles Technische im Bereich der Medienproduktion zuständig. Angetan haben es mir vor allem die Skripte für die studymags. Das ist ein wirklich spannendes Thema und ist im Zeitalter der Digitalisierung unabdingbar.“

Sie machen auch Videodrehs mit den Profs, Modulverantwortlichen, Autoren etc.. Haben die noch Lampenfieber? Und hat man Ihnen das Allheilmittel dagegen mitgeteilt oder haben Sie eins gefunden?

Das hängt immer ganz individuell von der jeweiligen Person ab. Die meisten Protagonisten unserer Videos sind es ja gewohnt vor Menschen zu sprechen, sei es nun in der Vorlesung oder einer anderen Form von Vorträgen. Für viele ist die Produktion eines Videos aber auch eine neue Erfahrung und eine gewisse Nervosität ist, zumindest beim ersten Drehtermin, schon zu erkennen. Hier heißt es dann geduldig und ermutigend auf die jeweilige Person einzugehen. Nach kurzer Zeit lässt die Nervosität in der Regel nach.

Hätten Sie vor fünf Jahren gedacht, dass Sie heute studymags am laufenden Band produzieren?

Ich komme ursprünglich aus der Druckbranche, hatte somit also schon immer mit Magazinen zu tun. Im Druckgeschäft geht es allerdings deutlich technischer zu, die Kreativität geht da etwas unter. Irgendwann wurde es dann mal Zeit für eine Veränderung und mir war schon früher klar, dass ich irgendwann mal auf „die andere Seite des Schreibtischs“ wechseln will. Die studymag-Produktion bildet da ein ideales Gleichgewicht zwischen Technik und Kreativität. Dass ich darüber aber zum Programmieren komme, hätte ich, ehrlich gesagt, nicht gedacht.

Geben Sie Ihrem 20-jährigen Ich einen Tipp für die berufliche Zukunft!

Sei offen für neues und entwickle dich stetig weiter! Wenn du merkst, dass ein eingeschlagener Weg doch nicht der richtige ist, trau dich auch mal neue Wege zu gehen, auch wenn diese auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich oder schwieriger zu sein scheinen.

Kurzbiografie

Rolf Benekamp kommt aus der Druckbranche. Hier hatte er bereits viel mit der technischen Produktion von Magazinen zu tun. Bei onlineplus ist er als Medienoperator seit 2016 für die Produktion der studymags zuständig. Zu seinem Aufgabengebiet gehören u. a. auch die Gestaltung von Grafiken, der Dreh von Videos und das Erstellen von Skripten.