Vom Praxisprojekt Gründung zum eigenen Start-up

Die Geburt unserer ersten eigenen Produktidee

  • Die Hochschule Fresenius steht für Praxisnähe
  • Das Fernstudium bietet Zeit, Gründungsideen direkt umzusetzen

Hätte mich jemand vor drei Jahren gefragt, ob ich mich mal selbstständig machen möchte, hätte ich wahrscheinlich mit Nein geantwortet. Doch heute bin ich – gemeinsam mit meinem Freund – Gründerin eines Start-ups und leite ein Familienunternehmen. Die Weichen für unser erstes eigenes Produkt haben wir bereits im Fernstudium gestellt. In meinem Schulterblick erzähl ich (Sarah Haas, Wirtschaftspsychologie-Studentin ) euch, wie #startklar entstand.


Das Praxisprojekt Gründung

Es fängt schon zu Schulzeiten an und hört auch im Studium nicht auf: die Gruppenarbeit. Allein beim Wort „G-R-U-P-P-E-N-A-R-B-E-I-T“ fangen viele schon an zu schwitzen, denn damit sind in den meisten Fällen mehr Herausforderungen als in anderen Modulen verbunden. Mein Praxisprojekt durfte ich jedoch alleine gestalten, da zu der Zeit, als ich das Modul belegt habe, keine anderen Studierenden ein Praxisprojekt starten wollten. Ich war zwar auf mich alleine gestellt, doch jeder, der Gruppenarbeiten genauso anstrengend findet wie ich, stößt nun einen inneren Jubelschrei aus.

Als ich mich auf das Praxisprojekt Gründung einließ, wussten mein Freund und ich bereits, dass wir in ein paar Monaten das Familienweingut seiner Eltern übernehmen würden. Also planten wir parallel zum Studium, erarbeiten unsere Vision, setzten uns kurzfristige und langfristige Ziele und überlegten nächtelang, wie wir konkret ein Zeichen setzen, damit selbst die Menschen, die sich noch nie mit unserem Unternehmen beschäftigt haben, merken, dass nun motivierte junge Leute am Runder sind.

Ich telefonierte mit dem für das Praxisprojekt zuständigen Dozenten Rainer Debusmann und erzählte ihm, was mich beruflich beschäftigt. Dass meine Umorientierung zum Weinbau einen Namen braucht und ich ein eigenes Produkt auf den Markt bringen möchte, was diesen Sprudel an Energie verkörpert. In den nächsten vier Wochen brainstormten wir, was das für ein Produkt sein könnte und – wenn es für gut befunden wurde – welchen Namen es tragen könnte. Wir wollten ein weinhaltiges Getränk entwickeln, das auch den Nicht-Weintrinker und sogar den leidenschaftlichen Biertrinker anspricht. Das klassische Wein- und Sekt-Sortiment hatten wir schließlich schon im Keller.

Eine prickelnde Geschäftsidee

Auf einmal kam uns die zündende Idee: Wir wollen eine Weinschorle produzieren mit ähnlich viel Kohlensäure wie Sekt und diese in einer kleinen handlichen 0,275-Liter-Glasflasche anbieten. Der Name der Schorle sollte „#startklar lauten. Nicht nur, weil diese Geschäftsidee unseren Startschuss ins Unternehmersein darstellte, sondern auch weil das Hashtag auf den mobilen Trend unserer Generation aufspringt. Und schließlich ist die kleine, leicht zu öffnende Flasche perfekt für unterwegs: mit #startklar können Tage am See, gemütliche Grillabende und Studentenpartys einfach nur gut werden.

 

Von der Idee zum Businessplan

Sobald die Grundidee feststand, erzählte ich meinem Dozenten davon und auch er war hellauf begeistert. Mit seiner Unterstützung arbeitete ich mich durch den Businessplan, der am Ende des Projekts meine Note ausmachen würde.

Ich würde euch gerne erzählen, dass ich damit in vier Wochen durch war, aber ich hatte mir in den Kopf gesetzt, das Projekt auch tatsächlich umzusetzen! Also musste jede Entscheidung intensiv abgewogen werden.

Wir mussten nach Produktionsstätten suchen, uns mit Etiketten und Logo-Designern, mit Druckereien und Anwälten auseinandersetzen… So nahm mein Praxisprojekt von der Ideenfindung bis zur Businessplan-Präsentation volle acht Monate in Anspruch. Das Produkt selbst wurde einen Monat später abgefüllt und auf den Markt gebracht.

Professionelle Unterstützung durch das Fernstudium onlineplus

Wir sind wirklich sehr dankbar, dass durch diese gefürchtete Gruppenarbeit ein solch lebensechtes Produkt entstanden ist. Wenn mich mittlerweile jemand fragt, wie ich zu Gruppenarbeiten stehe, erzähle ich diese großartige Geschichte: die Geschichte von meinem Schritt in die Selbstständigkeit durch das Fernstudium an der Hochschule Fresenius.

Und auch der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen: Unsere Schorle ist nicht mal sechs Monate alt und schon seit zwei Monaten ausverkauft. Diese Zeit haben wir zum Wachsen genutzt. Wir haben uns neue Maschinen gekauft, um selbst abfüllen und neue Vertriebsstätten sowie Abnehmer gewinnen zu können. Ab Januar 2018 sind unsere Vorräte wieder aufgefüllt. Und es gibt Familienzuwachs: die #startklar Weißwein-Schorle hat nun eine Schwester! Als Rosé-Schorle verführt sie mit ihren rosaroten Reizen und lässt liebliche Herzen höherschlagen.

Erfahre hier mehr über unser Weingut und #startklar: www.sonntag-wein.de